Windkraft in Weingarten
Nachdem sich eine deutliche Mehrheit der Weingartener Bürgerschaft für die Verpachtung der kommunalen Flächen für Windenergieanlagen ausgesprochen hat, soll nun zügig ein geeigneter Projektierer für die Umsetzung gefunden werden. Die EnBW zeigt nach wie vor hohes Interesse an dem Vorhaben, was aufgrund bereits durchgeführter Vorplanungen seitens des Unternehmens wenig überrascht.
Erfreulich ist die signalisierte Bereitschaft der EnBW, drei Standorte der Windenergieanlagen im gemeindeeigenen Wald zu realisieren. Dies bedeutet jedoch noch lange keinen
Freifahrtschein für die EnBW. Daher begrüßen wir die geplante Durchführung eines Interessenbekundungsverfahrens, dem die Mehrheit des Gemeinderats zustimmen konnte. Die Durchführung des Verfahrens soll dabei möglichst verwaltungsintern anhand einer Bewertungsmatrix erfolgen, um externe Beratungskosten gering zu halten. Aus unserer Sicht ein sinnvolles Vorgehen.
Auf Unverständnis stößt dagegen die Ablehnung des Interessenbekundungsverfahren seitens der FDP-Fraktion, um damit scheinbar das Verhältnis der Gegenstimmen des Bürgerentscheids, der gerade von der
FDP schon seit langem gefordert wurde, im Gremium zu repräsentieren. Mit konstruktiver Zusammenarbeit oder dem respektvollen Umgang mit einer demokratisch getroffenen Entscheidung der Bürgerschaft hat dies nichts mehr zu tun.
Dr. Nico Brandt, Mai 2026