Gemeinde Weingarten Baden Grüne Landkreis Karlsruhe

Am wichtigsten ist die Schule

Schon bei der Grundsatzentscheidung vor ein paar Jahren, den Schulneubau auf dem Festplatz zu planen, war bekannt, dass die Feuerwehr eine Erweiterung benötigen könnte. Auch war damals schon bekannt, dass der Verkehr um den Festplatz für eine Schule nicht optimal ist. Und es war bekannt, dass die Fläche zwar für einen Schulneubau ausreichen wird, aber knapp ist. Und dass es finanziell eng wird, war und ist allen Beteiligten klar.

Was fehlt ist eine konstruktive Zusammenarbeit im Gemeinderat.

Wir müssen Kompromisse eingehen. Die vorerst als Provisorium (leider) beschlossene Umlegung der Ringstraße auf den Festplatz hat Vorteile: Die Feuerwehr wird ihre neue Halle und einen eigenen verkehrsfreien Bereich bekommen. Ebenso entsteht vor der Mineralixarena ein kleiner verkehrsfreier Platz. Für die Schule ist wichtig, dass die sehr unübersichtliche Kreuzung Ringstraße / Kanalstraße entfällt und ein Radweg von der Kanalstraße entlang der Landesstraße zur Schule eingerichtet werden kann.

Eine Umlegung der Ringstraße um den Festplatz herum hätte dagegen nicht nur für den Autoverkehr, sondern auch für die Schule Nachteile, würde doch der Verkehr, der heute über die Ringstraße läuft, in diesem Szenario die Schule dreifach belasten. Für uns ist dies nicht akzeptabel. 

Eine konstruktive Diskussion darüber, wird von einigen Gemeinderatsfraktionen jedoch nicht geführt. Wahlweise wird den Verkehrsplanern Unfähigkeit unterstellt, dabei hat der Gemeinderat die Entscheidungshoheit, wahlweise wird von neuen Erkenntnissen gesprochen, die dann aber nicht mitgeteilt werden. Sachliche Argumente: Fehlanzeige. 

Das schwierigste Thema steht uns aber noch bevor: die Finanzierung der Schule. Eigentlich ist klar: wir brauchen eine sehr gute neue Schule. Wir brauchen sie bald. Es geht dabei um das wichtigste überhaupt, die Zukunft unserer Kinder. Die Finanzierung wird nicht einfach, aber, man kann es nicht oft genug sagen, es geht um bessere Perspektiven für unsere Kinder und Jugendlichen. Das muss es uns wert sein, dafür müssen wir uns als Gemeinde anstrengen, dafür braucht es eine konstruktive und mutige zusammenarbeit im Gemeinderat.

Wir die Fraktion der Grünen Liste werden konstruktiv und mutig dabei sein.

Sonja Güntner, Oktober 2026